Schwerpunkt meiner Fotografie sind die Aufnahmebereiche People, Performance und Photojournalism. Der Mensch ist mein bevorzugtes Motiv, Dortmund mein üblicher Wirkungskreis. Ich bin – für spannende Projekte – reisebereit.

Seit über einem Jahrzehnt engagiere ich mich im eSport, dem wettbewerbsorientierten Computerspielen. Von 2008 bis 2017 war ich Teil des Vorstandes beim „teamKR eSport Club e. V.“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, talentierten Spielern den bestmöglichen Rückhalt zu bieten um in Ligen und Turnieren bestehen zu können. Zu Hochzeiten engagierten sich über 100 Spieler und 20 ehrenamtliche Helfer gleichzeitig in unserem Verein. Mein Hauptaugenmerk galt überwiegend der Öffentlichkeitsarbeit.

Im Rahmen dieser eSport-Tätigkeit entwickelte ich meine Storytelling-Leidenschaft. Für verschiedene Plattformen verfasste ich über die Jahre eine vierstellige Anzahl redaktioneller Artikel, die bebildert werden wollten. Speziell in der heutigen Zeit, in der Online-Kanäle wie Website, Blog und Social Media eine wichtige Rolle im Marketing-Mix spielen, sind Fotos ein unverzichtbares Medium. Das war mein Einstieg in die Reportage-Fotografie. Ich liebe es, mit Bildern, wie auch der Kombination aus Bild und Schrift, Geschichten zu erzählen.

Es gab einen Bedarf an guten Portraits unserer Vereinsmitglieder, zur Verwendung in besagten Artikeln, als Profilfoto in verschiedenen Netzwerken und darüber hinaus. Schnell eignete ich mir das nötige Wissen an und erweiterte mein fotografisches Spektrum um die Portrait-Fotografie. Damals für mich ein vollkommen natürlicher Prozess, da ich selbst für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich war und auf diese Weise ein Eigeninteresse an bestmöglichem Material zur Vermarktung unseres Vereins hatte. Dabei lernte ich es sehr zu schätzen, mit meinem Gegenüber zu interagieren, ihn ein Stück weit kennenlernen zu dürfen. Das fasziniert mich an der Portrait-Fotografie noch wie am ersten Tag, denn jeder Mensch hat seine ganz eigene, einzigartige Geschichte.

Veranstaltungen zu begleiten bedeutet, dem Betrachter einen Eindruck, ein Gefühl vom Event zu vermitteln. Dazu gehört das Einfangen von Emotionen des Publikums genauso wie das Festhalten des Rahmenprogramms. Das Programm besteht im eSport-Bereich oftmals aus hochgradig diversen Elementen, von Cosplay-Contest bis Live-Musik. Ich bin gänzlich unmusikalisch, aber zumeist in irgendeiner Form von Musik umgeben. Nach ersten Versuchen im Kontext von Gaming-Events lag es nahe, tiefer in die Performance-Fotografie einzusteigen und beispielsweise Auftritte von Musikern zu begleiten. Meine bevorzugte Arbeitsweise ist die direkte Zusammenarbeit mit dem Künstler. Diese Kooperation gestattet mir in der Regel Zutritt zu allen Bereichen und das Schaffen eines Mehrwerts, indem ich Perspektiven einnehme, die dem regluären Zuschauer ansonsten verborgen blieben.

Ich liebe die Abwechslung und auch die Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit Probleme zu lösen. Es gibt keine perfekten Bedingungen, aber ich kann immer versuchen, das Beste aus den örtlichen Gegebenheiten machen. Am Ende bin ich selten mit Aufnahmen wirklich zufrieden. Früher habe ich das als Schwäche abgetan, heute sehe ich es als große Stärke an. Der stete Verbesserungsdrang treibt mich an.

Meine Kamera ist nicht bloß Werkzeug, oftmals dient sie mir als Eintrittskarte zu Sektoren, zu denen ich ohne sie keinen Zutritt hätte. Ich lerne Menschen kennen, erhalte Einblicke und darf vor allem eins: Neugierig sein. Mein ehrliches Interesse an den Themen, die ich fotografiere, sorgt für ein tiefes Eintauchen in die Materie. Dies bedingt einzigartige Aufnahmen und eine fundierte Sichtweise, die ich regelmäßig in Essays oder vergleichbare Formate einfließen lasse. Meine journalistischen Schwerpunktthemen der kommenden Jahre werden insbesondere Jugendkultur, Alltagstransformation (z.B. Transport, Wohnen, Ernährung) und Umweltschutz sein.

Christian Schwekendiek
Christian Schwekendiek
Credo:
„If your pictures aren’t good enough, you’re not close enough.“ – Robert Capa
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