Canon, Nikon, Sony, Pentax, Olympus, Fujifilm und weitere Hersteller konkurrieren auf dem Markt der Kamerahersteller. Als Kunde steht man einer breitgefächerten Produktpalette gegenüber, die man als absoluter Laie wohl in keinem Fall überblicken kann. Jedenfalls war für mich eine Weile kein Land in Sicht.

Die Fabrikate unterscheiden sich in vielen Bereichen wie Sensorgröße, Vorhandensein eines Spiegels und weiteren Features, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, ohne den Rahmen vollends zu sprengen. Mein Budget hatte ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich fixiert, jedoch ohne eine Vorstellung davon zu haben, dass ich hier eigentlich von einem absoluten Anfangsbudget hätte sprechen müssen.

Pentax K-50 front
Pentax K-50 Front

2013 waren Canon und Nikon die großen Marken im Kameramarkt, Sony gewann immer mehr Marktanteile hinzu. Entsprechende Modelle des letztgenannten Herstellers kamen für mich jedoch nicht infrage, da mir der elektronische Sucher nicht zusagte. Sony-Kameras sind spiegellos, sie liefern das Sucherbild nicht mehr mechanisch, wie es die der drei zuvor erwähnten Marken tun. Pentax fristete zu diesem Zeitpunkt ein Nischendasein.

Man entscheidet sich beim Kauf einer Spiegelreflexkamera in der Regel für das gesamte Kamerasystem eines Herstellers, möchte man doch im Laufe der Jahre vielleicht um das eine oder andere Objektiv ergänzen. Insofern sollte man den Aspekt der Unternehmensgröße und Versorgungssicherheit nicht ganz bei seinen Kaufüberlegungen ausschließen. Unbedingt zu beachten ist das Angebot an Objektiven und, je nach fotografischem Schwerpunkt, ggf. auch das Zubehör. Ich empfehle eher, ein günstiges Kameragehäuse zu kaufen und mehr Geld in hochwertige Objektive zu stecken.

Rund um mein definiertes Budget las ich mich in die entsprechenden Kameras bzw. Kameraklassen ein und lernte Detail um Detail. So hatten beispielsweise die Einsteigermodelle von Nikon und Canon lediglich ein Einstellrad, mit dem man üblicherweise Blende oder Verschlusszeit einstellt, während das Pendant von Pentax bereits über zwei Rädchen verfügte. Dieser Umstand erleichtert die manuelle Bedienung der Kamera ungemein. Man muss nicht umständlich in Menüs Einstellungen verstellen, sondern kann dies direkt mechanisch am Kameragehäuse, dem sogenannten Body. Zudem wirkte die Verarbeitung solider als die der Konkurrenz.

Pentax K-50 back
Pentax K-50 Back

Pentax bot gute Verarbeitungsqualität, eine für mich passende Haptik und ein zweites Einstellrad, das in der von mir avisierten Preisklasse nicht üblich war. Hinzu kamen ein Spritzwasserschutz, über den sowohl Body als auch Kit-Objektiv verfügten, sowie ein Bildstabilisator im Body, der für alle Objektive bis zurück in die 70er funktioniert. Dem Gegenüber standen das Nischendasein des Herstellers, ein langsameres Fokus-Tracking als bei der Konkurrenz sowie das etwas eingeschränktere Produktangebot bei aktuellen Objektiven sowie Zubehör. Letztendlich gewann bei mir jedoch die Kamera, die sich am besten anfühlte. Die Pentax.

Die K-50 ist auch 2017 noch eine super Kamera. Dennoch war es die Entscheidung eines Laien. Demnächst mehr dazu.